Die Solisten

Sopran 

Die bulgarische Sopranistin Stanislava Stoytcheva erhielt ihre erste musikalische Förderung auf einem musischen Gymnasium und ließ sich anschließend an der Hochschule für Musik in Sofia als Konzertpianistin, Komponistin und Jazzsängerin ausbilden. Studien im Fach Konzertgesang bei Edith Wiens an der Münchner Musikhochschule schlossen sich an. Parallel dazu war Stanislava Stoytcheva Mitglied in Yehudi Menuhins “Live music now” – Programm, welches das Ziel verfolgt, Musik aus den Konzertsälen an ungewöhnliche Spielstätten zu bringen und damit neue Publikumsschichten zu erreichen. Von 2005 bis 2006 sammelte die Sopranistin Bühnenerfahrung im Jungen Ensemble der Bayerischen Staatsoper München. Darüber hinaus kann sie bereits jetzt auf eine rege Zusammenarbeit mit namhaften Dirigenten wie Zubin Mehta, Fabio Luisi, Ivor Bolton und Christoph Hammer sowie mit renommierten Orchestern zurückblicken. Stanislava Stoytcheva gastierte in Japan, Deutschland, Norwegen, Ungarn, Österreich, Polen und Italien und ist Preisträgerin zahlreicher nationaler und internationaler Wettbewerbe.

Alt 

Regine Jurda studierte an der Musikhochschule München bei Kammersänger Wolfgang Brendel und Gabriele Kaiser sowie in den Liedklassen von Siegfried Mauser und Fritz Schwinghammer und in der Oratorienklasse von Christoph Hammer. Sie war Mitglied der Bayerischen Theaterakademie August Everding und in diesem Rahmen mehrfach auf der Bühne des Münchner Prinzregententheaters zu erleben, so u.a. in Opern von Purcell, Cavalli, Hiller, Steffani, in Brittens “Sommernachtstraum”, Offenbachs “Die schöne Helena”,  Mozarts “Le nozze di Figaro” und Humperdincks “Hänsel und Gretel”.

Im Münchner Staatstheater am Gärtnerplatz sang die Mezzosopranistin in Opern von Richard Strauss und Johannes Maria Staud. Sie gastierte auch am Theater Konstanz, im Markgräflichen Opernhaus Bayreuth, bei der Münchner Biennale, den Wiener Festwochen und den Berliner Festspielen. Konzertreisen führten sie u.a. nach Italien, Frankreich und Russland. Besonders im konzertanten Bereich ist sie eine gefragte Interpretin und häufig zu Gast bei renommierten Musikfestivals, wie z.B. dem Internationalen Beethovenfest Bonn, dem Oberstdorfer Musiksommer und den Max-Reger-Tagen Weiden. Ihr Schwerpunkt liegt hier auf den Werken des Barock, wo sie eine enge Zusammenarbeit mit renommierten Barockorchestern wie der Münchner Hofkapelle, L’arpa festante, L’Orfeo oder La Banda pflegt. Darüber hinaus gilt ihre Liebe den Liedern von Johannes Brahms und Gustav Mahler sowie den großen geistlichen Werken von Dvořák, Rossini und Verdi.

Tenor 

Der Österreicher Bernhard Berchtold studierte am Mozarteum in Salzburg bei Horina Branisteanu und besuchte die Liedklasse von Hartmut Höll. Ausgezeichnet mit mehreren Preisen bei internationalen Gesangswettbewerben, erhielt er eines seiner ersten Engagements im Rahmen der Händel-Festspiele in Karlsruhe. Ab der Saison 2003/04 war das Badische Staatstheater bis 2011 Bernhard Berchtolds Stammbühne, wo er ein umfassendes Repertoire, vor allem an Mozart-Partien wie Belmonte, Ferrando, Don Ottavio, Tamino und Idomeneo , die Partien in Händels Almira, Ariodante, Giustino, La Resurrezione, sowie Lenski/Eugen Onegin, Alfredo/Traviata, Werther/Massenet, Aschenbach/Death in Venice, Adolar/Euryanthe, Jan/Tagebuch eines Verschollenen, Sänger/Rosenkavalier aufbauen und pflegen konnte. Als Henry/Schweigsame Frau, in der Inszenierung von Marco-Arturo Marelli gab Bernhard Berchtold sein Debut am Teatro de la Maestranza Sevilla und an der Semperoper. Weitere Gastengagements führten ihn u.a. an das Teatro Comunale  Bologna, Teatro Carlo Felice Genova, Staatsoper Hannover, Scala Milano, Bayr. Staatsoper München, Teatro Verdi Trieste, Theater an der Wien und zu den Salzburger Festspielen, wo er im Mozartjahr 2006 die Tenorpartien in “Die Schuldigkeit des 1. Gebots”, “Bastien und Bastienne” und “Der Schauspieldirektor” sang.

Noch während seines Studiums in Salzburg konnte sich der Künstler einen Namen als Lied- und Oratoriensänger machen. Mittlerweile arbeitete er mit Dirigenten wie Howard Arman bei den Festspielen Halle, Christian Arming auf Japantournée mit den New Japan Philharmonic, Nikolaus Harnoncourt im Rahmen der Styriarte Graz und dem Osterklang Wien, Martin Haselböck auf Südamerikatournée und im Musikverein Wien, Michael Hofstetter bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen, Ton Koopman auf Tournée in Frankreich, Holland und Italien, Simon Rattle in der Berliner Philharmonie und den Salzburger Osterfestspielen, mit Helmut Rilling bei der Bachakademie Stuttgart und den Stuttgarter Musiktagen und Sebastian Weigle im Rahmen der Frankfurter Museumskonzerte zusammen.

Bass 

Tareq Nazmi, in Kuwait geboren, studiert Gesang an der Musikhochschule München, die ersten Jahre bei Edith Wiens. Zurzeit besucht er die Meisterklasse von Christian Gerhaher. Nach Engagements an der Bayerischen Theaterakademie übernahm er 2009/2010 am Augsburger Theater die Partie des Lord Syndham in der Neuproduktion von Lortzings “Zar und Zimmermann” sowie zum ersten Mal die Rolle des Sarastro in Mozarts “Zauberflöte”.

Tareq Nazmi war bei konzertanten Opernaufführungen des Münchner Rundfunkorchesters eingeladen und ist seit der Spielzeit 2010//2011 Mitglied des Opernstudios der Bayerischen Staatsoper. In der aktuellen Produktion des Opernstudios singt er den Pfarrer und den Dachs in Leoš Janáčeks “Das schlaue Füchslein”. An der Bayrischen Staatsoper ist er unter anderem als Astolfo in Gaettano Donizettis “Lucrezia Borgia” und als Lakai in “Ariadne auf Naxos” (Richard Strauss) zu sehen. Ab 2012/2013 ist Tareq Nazmi Ensemble-Mitglied der Bayerischen Staatsoper. Er erhielt neben vielen Auszeichnungen den 1. Preis der Hamel-Stifung und war Preisträger beim Bundeswettbewerb Gesang 2008.